Eskişehir - Platz
Category
ÖffentlichStädtebauliche Gestaltung
Date
2014
Location
Eskisehir, Türkei
Design
Alper Derinbogaz, Enise Burcu Derinbogaz

Pollination ist ein preisgekröntes Wettbewerbsprojekt für den Eskişehir – Platz (Eskişehir Meydanı), eines der größten öffentlichen Räume in der Türkei. Der Wettbewerb ‘Ideen für das ehemalige Stadtstadium’ erwartete Designs für den wertvollen leer stehenden Raum, der nach der Verlagerung des alten Fußballstadions entstanden ist. Das Projekt basiert auf einem fiktionalisierten urbanen Mythos für die Zeit nach der Verlagerung des Stadions in den Stadtrand. Der Vorschlag ist das Phänomen selbst und ein mögliches öffentliches Szenario, das ihm folgt.

Bestäubung ist der Prozess, bei dem Pollen vom männlichen Teil einer Pflanze in das Stigma (weiblicher Teil) übertragen wird, wodurch Befruchtung und Fortpflanzung ermöglicht werden. Dies passiert in den Angiospermen, den Blüten tragenden Pflanzen. Dieser natürliche Prozess der Fortpflanzung hat diesen Vorschlag inspiriert und ermöglicht es uns, außergewöhnliche Vorkommnisse wie das der Fortpflanzung und der Befruchtung, für diesen öffentlichen Raum vorzustellen. Mehr noch gibt es eine telepathische Interaktion zwischen den Einheiten.

DAS VORKOMMNIS ALS URBANER MYTHOS und ALTERNATIVES MODELL DES ÖFFENTLICHEN RAUMES
Eskişehir ist eine Stadt im anatolischen Teil der Türkei und wird Anfang 2015 Zeuge eines außergewöhnlichen Vorfalls. Plötzlich steigen überall in der Stadt Fussballtorpfosten vom Boden auf und verwundern die Öffentlichkeit. Nach einer Weile wird deutlich, dass sich die Tore auf das alte Stadion hinbewegen, wo kein Fussball mehr gespielt wird. Die Tore hören auf, sammeln sich in der Mitte des Stadions und hinterlassen eine massive Struktur. Dieser verwunderliche Vorfall wird als Mysterium akzeptiert, führt allerdings auf der anderen Seite zu einem spontanen Designevent. Die Bürger und Bürgerinnen, insbesondere die Jugendlichen, schützen diesen besonderen Ort, indem sie das Land besetzen und eine Organisationsstruktur formen, um sie zu bewahren. Zu Beginn erlauben sie es den Führungskräften der Stadt nicht, sich einzumischen, bis aus dem Land ein lebendiger öffentlicher Park wird, der jedem freien Raum bietet.

Der Vorschlag beinhaltet ein Organisationsnetzwerkschema, eine Liste möglicher Events und ein Szenario, das den öffentlichen Raum aktivieren und aufrechterhalten kann. Dieser auf Spontanität beruhende öffentliche Raum entspricht unserer Vorstellung eines lebenswerten öffentlichen Raumes.

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